NASA/JPL · PWS

Wie klingt der interstellare Raum?

Voyager 1 nahm keinen Schall mit einem Mikrofon auf. Das Plasma Wave Subsystem (PWS) maß elektrische Schwingungen, die sich verstärken und als Töne abspielen lassen.

Originalaufnahme der NASA

Visualisierung und Ton aus PWS-Messungen von 2012–2013. Bild und Ton: NASA/JPL-Caltech/University of Iowa.

Textalternative: Zwei Abschnitte enthalten ansteigende Töne. Eine höhere Frequenz zeigt dichteres Plasma an; die Farbe der Grafik steht für die Intensität der Wellen, nicht für die Farbe des Weltraums.

PWS

Was das Instrument gemessen hat

PWS erfasst elektrische Wellen im Plasma, einem Gas aus geladenen Teilchen. Es zeichnet keinen gewöhnlichen Schall in Luft auf. Einige gemessene Frequenzen liegen jedoch im Hörbereich und können verstärkt abgespielt werden.

PWS

Warum der Ton steigt

Die Frequenz der Plasmaschwingungen hängt mit der Elektronendichte zusammen. Ein steigender Ton weist auf ein dichteres Umfeld hin. Die NASA beschreibt ausgeprägte Ereignisse Ende 2012 und im Frühjahr 2013, ausgelöst durch Störungen infolge solarer Aktivität.

PWS

Was die Forschenden daraus lernten

Die höhere Dichte passte zum interstellaren Plasma jenseits der Heliopause. PWS-Daten und Teilchenmessungen halfen zu bestätigen, dass Voyager 1 diese Grenze im August 2012 überschritt. Die Aufnahme ist historisch, keine Live-Tonübertragung.