Voyager 1 · 2023–2024

Wie die NASA Voyager 1 aus der Ferne reparierte

Als Voyager 1 keine lesbaren Daten mehr sandte, konnte niemand einen Chip austauschen. Das Team musste den Fehler aus der Ferne finden und Software in einem Rechner aus dem Jahr 1977 verlegen.

Voyager-Team am JPL beim Empfang technischer Daten im April 2024
Das JPL-Team empfing am 20. April 2024 wieder lesbare technische Daten. Bild: NASA/JPL-Caltech.
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14. November 2023: Signal ohne lesbare Daten

Ein Funksignal erreichte die Erde weiterhin; die Sonde nahm auch Befehle an. Wissenschaftliche und technische Telemetrie blieb jedoch unlesbar. Betroffen war das Flight Data Subsystem (FDS), das Daten für die Übertragung vorbereitet.

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März und April 2024: Hinweis im Speicher

Ein angeforderter Speicherauszug zeigte, dass rund 3 % des FDS-Speichers beschädigt waren. Die NASA vermutete einen ausgefallenen Speicherchip, konnte die genaue Ursache aber nicht feststellen.

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18.–20. April: Code an neuer Stelle

Der Chip ließ sich nicht physisch reparieren. Ingenieure verteilten betroffenen Code auf freie Speicherbereiche und passten Verweise auf die neuen Adressen an. Den Teil für technische Daten versetzten sie am 18. April; am 20. April kamen lesbare Daten zurück. Damals brauchte ein Funksignal etwa 22,5 Stunden pro Richtung.

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Mai und Juni: Rückkehr der Wissenschaft

Am 19. Mai schickte das Team einen Befehl zur Wiederherstellung wissenschaftlicher Daten. Zwei Instrumente reagierten sofort, zwei brauchten zusätzliche Arbeit. Am 13. Juni 2024 meldete die NASA nutzbare Daten von allen vier damals betriebenen Instrumenten. Diese historische Zahl beschreibt nicht den heutigen Zustand.